Systemische Therapie

 

„Jeder ist jedermanns Verwandter,

wenn nicht im Blut, so in der Tat oder im Gedanken.“

aus Zimbabwe

 

Die Systemische Therapie hat sich aus der Arbeit mit Familien entwickelt. Kerngedanke der Systemischen Therapie ist die Annahme, dass der Schlüssel zum Verständnis und zur Veränderung von Problemen nicht nur in der Rat suchenden Person allein liegt. Da wir alle in Beziehungen leben (Paar, Familie, Kollegen, Freunde, Bekannte), sind auch Beziehungsprozesse an der Entstehung und Aufrechterhaltung eines Problems beteiligt.

 

Die Systemische Therapie betrachtet Familien, Gruppen oder andere Organisationen, in denen ein Mensch sich aufhält oder lebt, gleichsam als „lebende Systeme“. Sie sind ein Geflecht, in dem jeder mit jedem über viele unsichtbare Fäden verbunden ist. Somit beeinflusst die Befindlichkeit und das Handeln des einen immer auch das aller anderen, vergleichbar mit einem Mobilé. 

Verwendet werden in der systemischen Gesprächsführung bestimmte Frage- und Interventionstechniken, die klärende Suchprozesse auslösen und zur Lösungsfindung beitragen können. Die Bedeutung, die ein Mensch seinem Erleben und seinen Beziehungen beimisst, wird dabei besonders berücksichtigt. 

 

Ziel der Systemischen Therapie ist es, die Autonomie und den Selbstwert jedes einzelnen Mitglieds eines Systems zu stärken, die Kommunikation zu verbessern, schädigende Beziehungsmuster zu verändern und den Zusammenhalt untereinander wieder zu ermöglichen und zu stabilisieren.

 

Das Wissen um und die Berücksichtigung systemischer Zusammenhänge kann jede Psychotherapie unterstützen und/oder Ausgangspunkt weiterer therapeutischer Schritte sein.