Imaginative Therapie

 

Imaginative Verfahren gehören zu den ältesten Heilmethoden. Bereits seit Jahrhunderten wissen Menschen um die Heilkraft innerer Bilder. C. G. Jung führte die Methode der Imagination in die Psychotherapie ein.

 

Methoden, die auf Imaginationen beruhen, sind z. B. 

 

 Hypnose

•  Meditation

•  Oberstufe des Autogenen Trainings 

•  Wertimaginationen nach Prof. Dr. Böschemeyer

 

Imaginationen werden im Rahmen vieler unterschiedlicher Psychotherapieformen eingesetzt, insbesondere bei tiefenpsychologisch orientierten Verfahren, in der kognitiven Verhaltenstherapie und auch im Kontext von Logotherapie und Existenzanalyse.

 

 „Erleuchtung ist nicht durch Imaginieren von Lichtwesen zu erreichen,

sondern indem man sich die Dunkelheit bewusst zu eigen macht.“

C. G. Jung

 

Imaginationen können eine Brücke zum eigenen Unbewussten - unseren seelischen Tiefen - bilden: Durch die dem Menschen innewohnende Fähigkeit zur Vorstellung, zur Imagination, zu inneren Bildern, gelingt der Zugang zum Unbewussten. Hier findet sich der Schlüssel zu eigenen Ressourcen, zu ureigenen Fähigkeiten, zu einem inneren Wissen um die Lösung für Probleme, zu einer tiefen inneren Weisheit, die zu gelingendem Leben führen kann.

 

Sowohl zur Auflösung verdeckter Konflikte, hartnäckiger Glaubenssätze oder Verhaltensmuster als auch für psychosomatische Beschwerden bieten sich imaginative Verfahren an. 

 

Imaginieren ist auch körperlich ein ausgesprochen dynamischer Vorgang  mit Auswirkungen auf Hirn-Stoffwechsel und Kreislaufprozesse. Unser Körper reagiert auf die imaginierte Erfahrung nämlich ähnlich wie auf reales Erleben und Handeln.

 

Auch unabhängig vom Therapeuten kann der Klient im Laufe der Zeit lernen, innere Vorgänge in der Tiefe zu verstehen. Dies bedeutet einen Zuwachs an Selbstwirksamkeit und Gestaltungsfähigkeit für den eigenverantwortlichen und sinnvollen Umgang mit der Kostbarkeit des Lebens.