Selbstorganisatorische Hypnose

 

„Ein seit Jahrhunderten verdunkelter Raum kann sofort erhellt werden,

wenn man das Licht einlässt, 

nicht aber, wenn man versucht, die Dunkelheit auszutreiben.“

Paramahansa Yogananda

 

Der erweiterte und vertiefte Ansatz der Selbstorganisatorischen Hypnose oder der Autosystemhypnose entstand in den Jahren ab 1970 aufgrund der Zusammenarbeit des amerikanischen Psychiaters und Psychotherapeuten Milton Erickson mit Systemischen Familientherapeuten. Dadurch kam die Hypnotherapie in Verbindung mit der Systemtheorie und der Wissenschaftlichen Selbstorganisationstheorie. 1988 entwickelte Dr. Götz Renartz vor diesem Hintergrund die erste, in sich geschlossene selbstorganisatorische Hypnotherapiemethode zur Selbsterkenntnis und Persönlichkeitsentwicklung. Diese Methode gewährt jenseits aller Suggestionen der „klassischen“ Hypnose ein Höchstmaß an Autonomie. Tatsächlich ist es also so, dass bei der „klassischen“ Hypnose und bei der „Selbstorganisatorischen Hypnose“ unterschiedlich gearbeitet wird.

 

Hypnotherapie ist nur unter folgenden Bedingungen nachhaltig wirksam und erfolgreich:

 

•  Bewusstsein und Unbewusstes streben das gleiche Ziel gemeinsam an.

•  Im Unbewussten gibt es keine wesentlichen Widerstände gegen das

   gemeinsame Ziel.

•  Das angestrebte Ziel und die dabei angestrebten Lösungen sind systemisch

   verträglich und werden als "stimmig" empfunden.

 

Bei Anwendung der Selbstorganisatorischen Hypnose wird darauf geachtet, dass diese Bedingungen erfüllt sind. Nur dann kann der Schritt in die Tiefe, zur Ursache des Problems gegangen werden, nur so gelingt ein Transfer neuer Erkenntnisse und Lösungen in den Alltag, ohne Rückfälle und Symptomverschiebungen.

 

Selbstorganisation ist im übrigen das Prinzip des Lebens und der Evolution: 

Auf der physikalischen, der biologischen und sozialen Ebene finden ständig selbstregulatorische, systemische Prozesse statt, die Ausgewogenheit und Gleichgewicht wiederherstellen.