Gewaltfreie Kommunikation - GfK

 

 

Aufbauend auf den Erkenntnissen der humanistischen Psychologie und der klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl Rogers entwickelte sein Schüler, der Psychologe Marshall Rosenberg, das Modell der „Gewaltfreien Kommunikation“ (GfK).

 

Sie soll Menschen ermöglichen, konfliktfreier miteinander umzugehen, so dass die Kommunikation langfristig zu mehr Vertrauen und Freude am Leben und am Miteinander führt.

 

Worum geht es in der GfK? 

 

Wenn Menschen etwas tun, was uns missfällt, greifen wir oft auf eine der folgenden Verhaltensweisen zurück:

 

•  Bewertung

•  Urteil

•  Kritik

•  Ermahnung

•  Forderung

•  Beschämung

•  Beschuldigung

•  Bestrafung

 

Der Ausgangspunkt all dieser Verhaltensweisen ist eine negative Bewertung der anderen Person oder ihres Verhaltens. Die Reaktion darauf ist meist Widerstand oder Abwehr.  In der GfK üben wir einen konstruktiveren Kommunikationsstil ein.

 

Ein zentraler Gedanke dabei ist, dass alle Menschen die gleichen Grundbedürfnisse haben. Allerdings gelingt es uns oft nicht, das Verhalten eines anderen Menschen (wie auch unser eigenes) wirklich zu verstehen. Statt dessen bewerten wir. Die Reaktion des Gegenübers fällt meist entsprechend aus ... In der GfK wird versucht, das Verhalten aus den Bedürfnissen heraus zu verstehen. Verständnis ist dabei keineswegs gleichzusetzen mit Zustimmung. Jedoch erleichtert das Verständnis es uns, uns selbst weniger zu ärgern. Wir können das Verhalten des anderen mit größerer Gelassenheit sehen und angemessener damit umgehen. Eine Eskalation wird dadurch weniger wahrscheinlich.

 

Die vier Schritte der GfK sind: 1. Beobachtung - 2. Gefühl - 3. Bedürfnis -  4. Bitte

 

Die Einübung dieser vier Schritte erleichtert die Alltagskommunikation. Sie fördert einen positiven und klaren Selbstausdruck und führt zu befriedigenderen und harmonischeren Beziehungen.

 

„Ich werde nur einmal durch diese Welt gehen.

Jede Gefälligkeit, die ich tun kann,

all das Gute, das ich erweisen kann,

lass es mich jetzt tun.

Denn ich werde diesen Weg nicht noch einmal gehen.“

Großvater von John F. Kennedy