Fremdsprachen und Legasthenie

 

„Es ist ein großer Vorteil im Leben,

 die Fehler, aus denen man lernen kann,

möglichst früh zu begehen.“

Winston Churchill 

 

Legastheniker haben beim Erlernen von Fremdsprachen in der Regel die gleichen Schwierigkeiten wie in Deutsch. Erwiesen ist, dass eine rechtzeitige Förderung in der Muttersprache und die Aneignung hilfreicher Strategien sich positiv auf den Fremdsprachenerwerb auswirken.

 

Folgende Auffälligkeiten sind bei fremdsprachlicher Legasthenie typisch:

 

Rechtschreibung:

 

•  Hörunsicherheiten bei bestimmten Lauten

•  Verdrehung von Buchstabenkombinationen

•  Verwechslung ähnlich klingender Wörter

•  deutsche und fremdsprachliche Laut-Schriftzeichenzuordnung werden vermischt

•  ein Wort wird auf verschiedene Weisen geschrieben

•  Wörter bleiben unvollständig, Buchstaben werden umgestellt, hinzugefügt,  

   ausgelassen

 

Satzbau:

 

•  Unvollständigkeit von Sätzen

•  Schwierigkeiten mit der richtigen Wortstellung

•  Übertragung des Modells der Muttersprache

 

Lesen:

 

•  geringes Lesetempo

•  häufiges Fehllesen

•  Wortraten

•  Worterfinden

•  Verständnisprobleme

 

Die ganzheitliche, integrative und individuelle Förderung wird für Englisch, Französisch und Spanisch angeboten und erfolgt in Einzelbetreuung oder in Zweiergruppen.  Neben der Arbeit an der Symptomatik geht es auch um die Stärkung des Selbstwertgefühls und der Lernmotivation.