AD(H)S bei Erwachsenen

 

„Was hinter uns und was vor uns liegt,

 sind winzige Kleinigkeiten im Vergleich zu dem,

was in uns liegt.“

Oliver Wendell Holmes

 

Chaos, Gefühlsausbrüche, Vergesslichkeit, Beziehungs- und Arbeitsstörungen können Anzeichen einer AD(H)S im Erwachsenenalter sein. AD(H)S „wächst“ sich eben nicht immer aus. Nicht selten verdichtet sich der Verdacht auf AD(H)S im Erwachsenenalter erst durch den lebensgeschichtlichen Rückblick. Bei 50 - 70 % der betroffenen Erwachsenen zeigen sich deutliche Symptome. 

 

Die Betroffenen 

 

•  leiden weiterhin unter Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafstörungen

•  schaffen Chaos in ihrer Umgebung und verlieren schnell den Überblick

•  neigen zu Überreaktionen: kleinste Ärgernisse können zu Gereiztheit und   

   heftigen Wutanfällen führen

•  handeln spontan, sind impulsiv, ohne die Konsequenzen zu bedenken

•  fahren stimmungsmäßig oft „Achterbahn“ , sind himmelhochjauchzend - zu   

   Tode betrübt

•  entwickeln eine Vielzahl von psychosomatischen Symptomen

 

Nicht selten entwickelt sich aus dem Zusammenwirken dieser Faktoren eine Chronologie der Versagensgefühle - ein Risikofaktor für Selbstwertprobleme, Ängste, Depressionen, Psychosomatische Störungen und Suchterkrankungen. 

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich Probleme bzw. leidvolles Erleben in folgenden Bereichen zeigen können:

 

•  Selbstorganisation

•  Zeitmanagement

•  Finanzmanagement

•  Beziehungsgestaltung

•  Arbeitsorganisation

•  Teamfähigkeit

•  Kindererziehung

•  Straßenverkehr

 

Die Begleitung Erwachsener ist also auf die komplexen Zusammenhänge und die entsprechende Vorgeschichte abzustimmen. Selbstverständlich werden dabei die ebenfalls reichlich vorhandenen Ressourcen der Klienten (siehe „AD(H)S bei Kindern und Jugendlichen“) wieder bewusst in den Blick genommen, genutzt und gefördert.