Lerntherapie

„Erzähle es mir und ich vergesse.

Zeige es mir und ich erinnere.

Lass es mich tun und ich verstehe.“

Konfuzius

 

Lerntherapie ist eine ganzheitliche Therapieform für Kinder und Jugendliche mit Lern-Leistungsstörungen und deren Familien. Integrative Lerntherapie orientiert sich an Konzepten der humanistischen Psychologie und nutzt u. a. Methoden der Gesprächspsychotherapie, Tiefenpsychologie, Systemischen Therapie, Verhaltenstherapie und Pädagogik. Ziel ist es, den Reifungs- und Wachstumsprozess zu fördern, indem emotionale Blockaden abgebaut werden.

 

Wann kommt eine Lerntherapie in Frage? 

 

 wenn es mit dem Lernen nicht (mehr) klappt

•  wenn Schule zum Thema Nummer 1 zu Hause wird

•  wenn gravierende Schwierigkeiten beim Lesen-, Schreiben-, Rechnenlernen  

   vorliegen

•  wenn Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme das Lernen erschweren

•  wenn schulische und außerschulische Förderung an ihre Grenzen gekommen ist

•  wenn Kinder, Jugendliche und deren Familien verzweifeln, weil sie aus dem   

   Teufelskreis Lernstörungen - Entmutigung - Selbstabwertung nicht mehr

   herauskommen

•  wenn familiäre Konflikte sich häufen

 

Die tragende Philosophie einer integrativen Lerntherapie ist „Schatzsuche statt Fehlerfahndung“. Das bedeutet, nicht weiter nach Fehlern, Störungen und Defiziten zu fahnden, sondern sich auf „Schatzsuche“ nach den Kräften zu begeben, die seelische und körperliche Gesundheit fördern und erhalten. Nur so kann das Selbstwertgefühl stabilisiert und die Lernmotivation wieder aufgebaut werden.

Integrative Lerntherapie ist daher immer

 

 ganzheitlich im Konzept

•  integrativ, d. h. methodenübergreifend 

•  systemisch, d. h. Familie und Umfeld einbeziehend

•  ressourcenorientiert

•  Selbstwert stabilisierend

•  auf individuelle Lernfortschritte ausgelegt

•  auf interdisziplinäre Zusammenarbeit eingestellt

 

Außerschulische integrative Lerntherapie setzt dort ein, wo schulischer Förderunterricht aus unterschiedlichen Gründen seine Grenzen hat. Dabei ist eine enge Kooperation zwischen Eltern, Schule und Lerntherapeutin förderlich.

 

 

Unterschiede zur Nachhilfe

 

Nachhilfe eignet sich für Schüler mit Wissenslücken in einzelnen Fächern und orientiert sich am Schulstoff. Lerntherapie ist eine außerschulische Förderung für Schüler, die gravierende Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben, Rechnen oder im Lernprozess überhaupt haben und bei denen ein Grundverständnis nur unzureichend vorhanden ist. 

 

Eine lerntherapeutische Förderung schafft im Unterschied zur Nachhilfe grundlegende inhaltliche und psychische Voraussetzungen für einen Neuanfang im Lernen. Jede gute Lerntherapie beruht auf einer individuellen Diagnostik, die die besonderen Schwierigkeiten des Kindes aufgreift, um daran zu arbeiten. Sie macht sich insofern gerade nicht vom aktuellen Schulstoff abhängig. 

 

Nur Methoden, die auf die Individualität und die speziellen Probleme des Betroffenen und seiner Familie abgestimmt sind, können als lerntherapeutisch betrachtet werden.